ANW Landesgruppe Niedersachsen zu Gast in Eibenstock

Am 21. und 22. August waren 28 Mitglieder der ANW Landesgruppe Niedersachsen im Forstbezirk Eibenstock zu Gast. Im Mittelpunkt stand die Wiedereinbringung der Weißtanne. Dazu wurde die Exkursionsroute durch die Reviere Hundshübel und Eibenstock gewählt, die sich bereits zur Bundestagung von 2014 bewährt hatte.

Ein bestimmendes Thema war natürlich auch die Jagd, da es die Grundvoraussetzung für jegliche waldbauliche Freiheit ist. Martin Hartig stellte an auserwählten Beispielen die Vorteile der Direktsaaten mit Tanne und Buche vor. Die Revierleiter Peter Schmidt und Andreas Pommer erläuterten das Vorgehen beim Waldumbau. Großes Interesse zeigten die Teilnehmer an der waldbaulichen Strategie zur zeitigen Wiedereinbringung der Tanne in Trupps und Gruppen. Daneben wurden auch das „Waldbauliche Qualitätsmanagement“ im Bereich der Pflanzung sowie technologische Aspekte intensiv diskutiert.

Schönes Spätsommerwetter und der herrliche Blick zum Imbiss an der Skihütte über Eibenstock trugen wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei.DSCN0842

Advertisements

Die ANW Frühjahrsexkursion 2015

Auf der diesjährigen Frühjahrsexkursion der ANW Landesgruppe Sachsen wollten sich die Teilnehmer ansehen, wie weit sich der Oberwald direkt an der A4 entwickelt hat. Seit 2001 befindet sich dieser im Besitz der Familie Rotenhan und wird seitdem kahlschlagfrei bewirtschaftet. Die ANW war dabei nicht zum ersten Mal in diesem Wald unterwegs, schon im Jahr 2003 fand eine ähnliche Exkursion statt. Die Teilnehmer, die bereits damals dabei waren, zeigten sich von der Waldentwicklung positiv überrascht. Geführt wurden wir vom zuständigen Revierleiter Frank Günter.

Gewohnt energisch wurde dann auch an den einzelnen Exkursionspunkten diskutiert. Dabei kamen immer wieder die Punkte der Pflege der (Natur)Verjüngung unter Schirm (Stammzahlreduktion) sowie die Einbringung von Kunstverjüngung (zumeist Douglasie) zur Sprache. Beeindruckend ist dabei, wie häufig die Eiche in der Verjüngung zu finden ist, wenn die Bestände des verbeißenden Schalenwildes wie hier im Oberwald doch einigermaßen angepasst worden sind. Unserem Astungsexperte Hans Modrak kribbelte es dann auch schon hier und dort in den Händen die Astungsschere oder auch die Astungssäge einmal an den herrlichen Eichen anzusetzen. So könnte diese als die mit den Standorten (zur Vernässung neigende Braunerden mit Lößaufwehung) und der zunehmenden Trockenheit gut zurechtkommende Baumart auf vielen Flächen an der kommenden Waldgeneration übernommen werden und einen erheblichen Beitrag zur Wertleistung des Waldes erbringen. Die sich üppig verjüngende Fichte könnte dabei als Zwischennutzung entnommen werden.

Die zahlreich eingebrachte Kunstverjüngung an Douglasie wurde in vielen Beständen durch die sich reichlich einstellende Naturverjüngung bedrängt. Hier ist zukünftig eine noch stärkere Investitionssteuerung in besonders trockene Bereiche ohne Naturverjüngungspotential standortsangepasster Baumarten möglich.

Die Bewirtung an der Revierhütte rundete die Exkursion angenehm ab.

Sowohl die Teilnehmer als auch die Bewirtschafter nahmen an diesem Tag viele Denkanstöße mit nach Haus. So soll es bei ANW Exkursionen ja auch sein.