Eindrücke ANW Frühjahrsexkursion Bad Berka

Am 27. und 28. April 2018 fand die Frühjahresexkursion der ANW Landesgruppe Sachsen  im Thüringer Forstamt Bad Berka, Revier Reisberg statt.  Auftakt bildete ein strukturreicher Laubholz Dauerwald im Webicht bei Weimar, wo Wertentwicklung und Naturschutzleistungen diskutiert wurden. Wolfgang Grade von der Thüringer ANW Landesgruppe und örtlicher Revierleiter erwies sich als ausgezeichneter Exkursionsleiter. Der anschließende Rundgang durch Weimars Innenstadt mit sachkundiger Führung beeindruckte durch die kulturelle Vielfalt.

Am Folgetag sahen wir überzeugende Waldbilder mit nahezu flächigem Unterstand und Dauerwaldstrukturen. Baumartenvielfalt, kaum Wildschäden, seltene Baumarten (Eibe) und potentielle Wertholzbäume wo man hinschaute. Besonders hervorzuheben war der hohe Weißtannenanteil in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Neben dem Waldbau gehörte zum „ganzheitlichen Ansatz“ auch das „Waldpädagogische Stützpünktchen“, wo vor allem Kinder für den Wald begeistert werden.

Insgesamt eine hochwertige Veranstaltung, bei der auch der abendliche Gedankenaustausch dazu gehörte und die Gemeinschaft förderte.

– Stephan Schusser

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Die ANW Frühjahrsexkursion 2015

Auf der diesjährigen Frühjahrsexkursion der ANW Landesgruppe Sachsen wollten sich die Teilnehmer ansehen, wie weit sich der Oberwald direkt an der A4 entwickelt hat. Seit 2001 befindet sich dieser im Besitz der Familie Rotenhan und wird seitdem kahlschlagfrei bewirtschaftet. Die ANW war dabei nicht zum ersten Mal in diesem Wald unterwegs, schon im Jahr 2003 fand eine ähnliche Exkursion statt. Die Teilnehmer, die bereits damals dabei waren, zeigten sich von der Waldentwicklung positiv überrascht. Geführt wurden wir vom zuständigen Revierleiter Frank Günter.

Gewohnt energisch wurde dann auch an den einzelnen Exkursionspunkten diskutiert. Dabei kamen immer wieder die Punkte der Pflege der (Natur)Verjüngung unter Schirm (Stammzahlreduktion) sowie die Einbringung von Kunstverjüngung (zumeist Douglasie) zur Sprache. Beeindruckend ist dabei, wie häufig die Eiche in der Verjüngung zu finden ist, wenn die Bestände des verbeißenden Schalenwildes wie hier im Oberwald doch einigermaßen angepasst worden sind. Unserem Astungsexperte Hans Modrak kribbelte es dann auch schon hier und dort in den Händen die Astungsschere oder auch die Astungssäge einmal an den herrlichen Eichen anzusetzen. So könnte diese als die mit den Standorten (zur Vernässung neigende Braunerden mit Lößaufwehung) und der zunehmenden Trockenheit gut zurechtkommende Baumart auf vielen Flächen an der kommenden Waldgeneration übernommen werden und einen erheblichen Beitrag zur Wertleistung des Waldes erbringen. Die sich üppig verjüngende Fichte könnte dabei als Zwischennutzung entnommen werden.

Die zahlreich eingebrachte Kunstverjüngung an Douglasie wurde in vielen Beständen durch die sich reichlich einstellende Naturverjüngung bedrängt. Hier ist zukünftig eine noch stärkere Investitionssteuerung in besonders trockene Bereiche ohne Naturverjüngungspotential standortsangepasster Baumarten möglich.

Die Bewirtung an der Revierhütte rundete die Exkursion angenehm ab.

Sowohl die Teilnehmer als auch die Bewirtschafter nahmen an diesem Tag viele Denkanstöße mit nach Haus. So soll es bei ANW Exkursionen ja auch sein.